SCHNALZER

Das Goassln,

 

 

ist eine alt überlieferte Tradition. Früher verständigten sich die Fuhrleute der Pferdefuhrwerke mit verschiedenen Schlägen der Goassln.

Zur Unterscheidung von anderen Fuhrwerken setzten die Fuhrleute immer unterschiedliche Knallfolgen ein. Im Laufe der Zeit entstanden so Erkennungsmelodien, die Fuhrleute entwickelten Geschicklichkeit und übten auch in ihrer Freizeit mit der Peitsche. Um den Brauch aufrecht zu erhalten, wird heute in Begleitung von Musik (Ziehharmonika und Bariton) gegoasslt. Es wird in verschiedenen Schlägen mit den Goassln geschnalzt. Dafür braucht man ein gutes Taktgefühl und Kraft.

 

Verschiedene Veranstaltungen wie zum Beispiel:

Vereinsfeste, Bierzelte, Bauernherbstfeste mit der Kutsche bei Hochzeiten u.vm. werden mit diesem Brauchtum umrahmt. 

 

 

Das Fest- und Hochzeitsschnalzen

 

 

Der Name sagt es schon, dass dieses Brauchtum früher "Herreiter" genannt, vorwiegend zu den genannten Festen abgehalten wird.

 

Dieses Schnalzen, auch Klöcken genannt, wird bei Festen ausschließlich auf den Noriker-Pferden abgehalten. Wobei diese immer an der Spitze eines Festzuges voranreiten. Die Pferde werden dabei festlich mit prachtvollen Brustgeschirren und Blumen geschmückt.

 

Die Ausrückungen werden bei besonderen Anlässen, z.B. Bischofsbesuch, Hochzeiten, Jubelhochzeiten das ganze Jahr über gemacht und sind auf keine Jahreszeit beschränkt.

 

Die Herreiter (Aufsitzer), schnalzen zu zweit, zu dritt oder zu viert im Takt.

 

Das heißt 4er, 6er, sowie 8er Takt.

 

Dieses vorwiegend aus der bäuerlichen Kultur erhaltene Brauchtum erfasst sich wieder sehr großer Beliebtheit und so zählt man in den Gebirgsgauen im Land Salzburg an die 40 Herreiter und Peitschenvereine.

 

Ausgenommen dabei ist der Flachgau, wo das sogenannte "Apperschnalzen" Brauchtum ist.

 

Ein großer Dank dabei gehört der Jugend, welche sich für dieses Schnalzen auf dem Noriker Pferd sehr interessieren und somit dieses Brauchtum erhalten und weiterleben!

 

Quelle:Sepp Gehwolf

 

Die Geschichte der Schnalzer hat uns Hans Schaidreiter zusammengefasst...

 


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Die Schnalzer

Wia schö is dö Hoamat

Wia groß is de Freid

Won zan Musi spielen und

Schnalzen no hod epan Zeit.

 

Gfoin duats an jedn

ob Oit oda Jung

won d’Musi spüt auf

an Polka mit Schwung.

No fescha is wons goaßln dazua

gonz gleich ob Madl oda Bua.

 

Wichtig is a da Valaus aufanond

 

don hod a Verein no long an Bestond. 

 

 

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